BauFi-Lexikon

BauFi-Lexikon2020-09-15T00:22:31+02:00
Annuität2020-09-14T22:01:32+02:00

Die Annuität ist die monatliche Rate, die sich aus Zins und Tilgung zusammensetzt.

Annuitätendarlehen2020-09-14T22:01:27+02:00

Das Annuitätendarlehen beschreibt ein Darlehen, bei dem die monatliche Zahlung in gleichbleibenden Raten beglichen wird. Mit der Zeit reduziert sich der Zins und die Tilgung erhöht sich.

Anschlussfinanzierung2020-09-14T22:01:40+02:00

Am Ende eines bestehenden Darlehens bleibt zumeist eine Restschuld offen. Hierfür wird eine Anschlussfinanzierung abgeschlossen. Beispiel: Sichern Sie sich für 10 Jahre einen Zins, kann man nach dieser Zeit eine Anschlussfinanzierung mit dem aktuellen Zinssatz abschließen. Es ist möglich, sich den Zinssatz für die Anschlussfinanzierung bereits bis zu 60 Monate im Voraus zu sichern. Eine Verlängerung bei der bestehenden Bank ist ebenfalls möglich. I.d.R. empfiehlt sich der Wechsel zu einer anderen Bank, da diese für neue Verträge meist einen besseren Zinssatz anbietet.

Auszahlungsvoraussetzungen2020-09-14T22:01:54+02:00

Bevor eine Bank ein Darlehen auszahlt, müssen Auszahlungsvoraussetzungen vom Kunden erfüllt werden wie beispielsweise die Bestellung der Grundschuld beim Notar.

Baubeschreibung2020-09-14T22:28:51+02:00

Beschreibt das Objekt in Hinblick auf diejenigen Aspekte, die den Wert der Immobilie ausmachen, wie zum Beispiel:

  • Bauweise
  • Qualität des Objekts
  • Lage/Umgebung der Immobilie
Baugenehmigung2020-09-14T22:29:13+02:00

Ohne eine Baugenehmigung darf der Bau eines Objekts nicht beginnen. Die Baugenehmigung wird bei der zuständigen Gemeinde bzw. der zuständigen Bauaufsichtsbehörde beantragt und sagt aus, wie das Grundstück bebaut werden darf (z.B. ob angebaut werden darf oder wie viel man bebauen darf, etc.)

Baujahr2020-09-14T22:29:33+02:00

Das Baujahr sagt aus, in welchem Jahr die Immobilie gebaut wurde. Im Falle einer Kernsanierung darf das Bezugsdatum als Baujahr festgelegt werden.

Bausparguthaben2020-09-14T22:30:31+02:00

Das Bausparguthaben setzt sich aus den angesammelten Beiträgen zusammen, die sich aus der Sparleistung oder den Sonderzahlungen ergeben. Hinzu kommen außerdem der Guthabenzins und staatliche Förderungen (staatl. Förderungen nur bei Erfüllung der Voraussetzungen).

Bausparsumme2020-09-14T22:30:46+02:00

Betrag, über den der Bausparvertrag abgeschlossen wurde. Sie richtet sich nach dem späteren Finanzierungsbedarf sowie dem Sparziel/den Sparmöglichkeiten des Kunden. Die Bausparsumme beschreibt also die Summe der Beiträge aus der Ansparphase und der Summe des Bauspardarlehens.

Bausparvertrag2020-09-14T22:30:11+02:00

Der Bausparvertrag ist eine Anlageform und wird mit einem Darlehen verbunden. Er wird unterteilt in die Spar- und die Darlehensphase. Außerdem können folgende Förderungen einfließen:

  • Arbeitnehmersparzulage
  • Wohnungsbauprämie
  • Riesterförderung

Nach der Zuteilung kann in die Darlehensphase übergegangen werden, muss aber nicht. Es gibt 3 Phasen: Sparphase, Zuteilungsphase, Darlehensphase.

Bebauungsplan2020-09-14T22:31:03+02:00

Verbindlicher Bauleitplan, nach dem die Fläche eines Grundstücks bebaut werden darf. Im Bebauungsplan wird geregelt, inwiefern die Bebauung des Grundstücks möglich ist und welche Flächen freigehalten werden müssen.

Beleihungsauslauf2020-09-14T22:31:19+02:00

Der Beleihungsauslauf bezieht sich auf den Beleihungswert einer Immobilie und stellt das Risiko des Darlehens dar. Er beschreibt den Anteil des Objektwertes, der von Dritten finanziert wird. Im Zusammenspiel mit der Beleihungsgrenze ist der Beleihungsauslauf ausschlaggebend für die Darlehenskonditionen.

Beleihungsgrenze2020-09-14T22:31:37+02:00

Die Beleihungsgrenze legt den maximalen Wert fest, mit dem die Immobilie beliehen werden kann. Die Grenze variiert individuell je nach Bankpartner.

Beleihungsobjekt2020-09-14T22:31:53+02:00

Das Beleihungsobjekt ist das Objekt, das beliehen wird und damit der Bank als Sicherheit dient.

Bereitstellungszinsen2020-09-14T22:32:12+02:00

Eine Bank fordert nach einer gewissen Zeit Bereitstellungszinsen, wenn nach Bereitstellung eines Darlehens dieses unabgerufen auf dem Darlehenskonto liegt. Um diese Kosten zu vermeiden, wird eine bereitstellungszinsfreie Zeit eingerechnet; je nach Vorhaben und Bank kann diese auf bis zu 24 Monate vereinbart werden.

Bodenrichtwert2020-09-14T22:32:32+02:00

Der Bodenrichtwert beschreibt den Wert des Grundstücks pro m². Als Maßstab dienen Vergleichswerte in der Umgebung. Diese Werte stammen aus echten Transaktionen und sind somit verbindlich.

Bonität2020-09-14T22:32:48+02:00

Die Bonität zeigt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Kunde einen Kredit zurückzahlen kann. Sie bezieht sich also auf die Zahlungsfähigkeit bzw. die Kreditwürdigkeit des Kunden. Hierbei wird die Schufa hinzugezogen. Je besser die Bonität, desto besser ist der Darlehenszins.

Courtage2020-09-14T22:33:09+02:00

Die Courtage (auch: Makler-Courtage) beschreibt die Kosten, die für einen Immobilienmakler anfallen.

Effektiver Jahreszins2020-09-14T22:33:31+02:00

Der effektive Jahreszins beschreibt die Kosten eines Darlehens für ein Jahr. Neben den Zinsen werden alle anfallenden Kosten ausgewiesen, wie beispielsweise die Grundschuldbestellungsgebühren. Als Vergleichsmaßstab empfiehlt sich der Sollzins, da dieser sich nur auf die tatsächliche Darlehensverzinsung bezieht.

Eigenheimzulage2020-09-14T22:33:51+02:00

Eine Eigenheimzulage ist ein bayerischer, staatlicher Zuschuss für Eigentumswohnungen oder -häuser in Eigennutzung.

Eigenkapital2020-09-14T22:34:26+02:00

Das Eigenkapital setzt sich aus den liquiden Mitteln zusammen, das in die Finanzierung eingebracht werden soll, also dem Vermögen, das zur Verfügung steht. Darunter fallen beispielsweise:

  • Bargeld
  • Guthaben auf Bankkonten
  • Wertpapiere
  • Bausparguthaben
Eigenleistung2020-09-14T22:34:48+02:00

Als Eigenleistung werden Arbeiten beschrieben, die vom Kunden selbst verrichtet werden können. Es handelt sich also um den Wert, der eingespart wird, da kein Handwerker engagiert wird. Der Kunde muss dabei die Materialkosten selbst aufbringen. Es handelt sich also um den Wert der eigenen Arbeitsleistung.

Eigennutzung2020-09-14T22:35:08+02:00

Eine Immobilie befindet sich in Eigennutzung, wenn der Eigentümer diese selbst bewohnt.

Einliegerwohnung2020-09-14T22:35:35+02:00

Eine Einliegerwohnung ist eine separate Wohnung, die sich im Gebäude des Eigentümers befindet. Sie verfügt stets über eigene Sanitäranlagen und eine Küche.

Erbbaurecht/-zins2020-09-14T22:35:57+02:00

Der Eigentümer eines Hauses muss nicht gleichzeitig der Eigentümer des Grundstücks sein. Läuft das sogenannte Erbbaurecht auf das Grundstück, kann dieses vom Hauseigentümer bebaut werden. Als Ausgleich fällt ein Erbbauzins an, der jährlich an den Eigentümer des Grundstücks gezahlt werden muss.

Das Erbbaurecht ist meist öffentlich, kann aber auch privat sein.

Erwerbsnebenkosten2020-09-14T22:36:13+02:00

Erwerbsnebenkosten sind die Kosten, die beim Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie anfallen. Dazu gehören die Grunderwerbssteuer, Notargebühren und die eventuell anfallende Maklercourtage.

Flurkarte2020-09-14T22:36:35+02:00

Die Flurkarte (auch Katasterkarte) zeigt sowohl den Grundriss des Grundstücks, als auch die Grenzen und Nummern der enthaltenen und angrenzenden Flurstücke.

Flurstück2020-09-14T22:36:49+02:00

Die Grundstücksfläche wird durch Flurstücke bestimmt. Daraus kann die Bank die genaue Lage des Grundstücks identifizieren.

Forward-Darlehen2020-09-14T22:37:05+02:00

Das Forward-Darlehen dient der Regelung einer Anschlussfinanzierung. Man kann bis zu 60 Monate im Voraus die Anschlussfinanzierung angehen, sollte dabei aber bedenken, dass ein hoher Forward-Aufschlag hinzukommen kann (je nach Zinssituation). (vgl. Anschlussfinanzierung)

Fremdkapital2020-09-14T22:37:20+02:00

Als Fremdkapital werden Zahlungsmittel von Dritten (wie Arbeitgeber, Banken, Privatpersonen, etc.) bezeichnet.

Gesamtschuldner2020-09-14T22:37:41+02:00

Als Gesamtschuldner gelten diejenigen Personen, die gemeinsam ein Darlehen aufnehmen und demnach für das Darlehen und alle Kosten und Verbindlichkeiten gesamtschuldnerisch haften.

Globalgrundschuld2020-09-14T22:38:03+02:00

Banken sichern sich durch mehrere Grundstücke oder Immobilien ab, indem sie eine Globalgrundschuld auf die jeweiligen Objekte eintragen.

Grundbuch2020-09-14T22:38:19+02:00

Das Grundbuch wird beim jeweiligen Amtsgericht geführt und ist ein öffentliches Register. Jeder mit einem begründeten Interesse kann Einsicht nehmen. Es verzeichnet Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Eigentumsverhältnisse und Belastungen.

Grundschuld2020-09-14T22:38:35+02:00

Die Grundschuld steht in Abteilung 3 des Grundbuchs und beschreibt die Sicherheit für die Bank. Diese tritt dabei als Gläubiger auf.  Die Grundschuld ist abstrakt und bleibt somit auch bestehen, wenn keine aktive Forderung mehr vorliegt. Um die Grundschuld aufzuheben, muss sie kostenpflichtig gelöscht werden. Sie kann jedoch auch weiter stehen bleiben, ohne, dass dadurch Nachteile und Kosten entstehen.

Grundschuldbestellung2020-09-14T22:38:50+02:00

Mit der Grundschuldbestellung stimmen die Eigentümer der Belastung ihres Objektes zu. Sie wird beim Notar vorgenommen.

Grundschuldzins2020-09-14T22:39:13+02:00

Der Grundschuldzins wird durch den Gläubiger eingetragen, um sicherzustellen, dass im Falle einer Zwangsversteigerung alle anfallenden Kosten abgesichert sind.

Herstellungskosten2020-09-14T22:39:56+02:00

Unter die Herstellungskosten fallen alle Kosten, die zur direkten Fertigstellung des Hauses anfallen. Dazu gehören z. B.:

  • Baukosten
  • Kosten für Architekten
  • Außenanlagen
  • Baugenehmigungen
Instandhaltungskosten2020-09-14T22:40:41+02:00

Instandhaltungskosten fallen an, um die Immobilie in einem funktionsfähigen und nutzbaren Zustand zu halten. Dazu gehören z. B.:

  • Wartungskosten
  • Inspektionskosten
  • Instandsetzungskosten
Kapitalanlage2020-09-14T22:41:04+02:00

Als Kapitalanlage werden vermietete Immobilien bezeichnet. Für die Nutzung fällt eine monatliche Zahlung an (Miete). Durch die Mieteinnahme wird in der Regel die Darlehensrate bedient, wodurch keine eigenen Kosten für den Kredit anfallen. Die Kapitalanlage bietet zudem steuerliche Vorteile.

Kapitaldienstfähigkeit2020-09-14T22:41:36+02:00

Die Kapitaldienstfähigkeit beschreibt die Fähigkeit, Zahlungen für das Darlehen aus laufenden Einkünften zu tätigen.

Kaufvertrag2020-09-14T22:41:55+02:00

Im Kaufvertrag wird die Übertragung der Eigentumsverhältnisse niedergeschrieben und alle Kosten aufgelistet. Er wird beim Erwerb einer Immobilie abgeschlossen und muss notariell beurkundet werden.

KfW2020-09-14T22:42:38+02:00

Die KfW ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die staatliche Bank vergibt günstige Darlehen bis zu einem festgesetzten Betrag und zu einem festgeschriebenen Zinssatz. Dazu müssen bestimmte Forderungen erfüllt sein. Gerne informieren wir Sie, welches Förderprogramm für Sie infrage kommt!

Kreditfähigkeit2020-09-14T22:42:53+02:00

Ist eine Person kreditfähig, hat sie die Fähigkeit rechtswirksam Kreditverträge abzuschließen.

Laufzeit2020-09-14T22:48:52+02:00

Die Laufzeit ist abhängig von den Parametern der Finanzierung (also Sollzinssatz und Tilgung). Sie beschreibt den Zeitraum von der Auszahlung bis zur vollständigen Tilgung des Darlehens.

Löschungsbewilligung2020-09-14T22:49:05+02:00

Die Löschungsbewilligung ist die beglaubigte Erklärung über die Löschung der Grundschuld oder Hypothek. Sie ist erst nach der Rückführung des Darlehens möglich und wird von der finanzierenden Bank ausgestellt.

Maklerprovision2020-09-14T22:49:26+02:00

Die Maklerprovision ist mit der (Makler-)Courtage gleichzusetzen.

Modernisierung2020-09-14T22:51:22+02:00

Wenn wertsteigernde Arbeiten am Haus verrichtet werden, ist von einer Modernisierung die Rede. Dazu gehören, z. B.:

  • Wärmedämmung
  • Erneuerung von Fenstern, Türen oder Heizung
  • Instandsetzung der Sanitäranlagen, Elektroanlage oder der Wasser- und Abwasserleitungen.
Nebenkosten2020-09-14T22:52:33+02:00

Die Nebenkosten beschreiben einerseits die Bewirtschaftungskosten und Betriebskosten (also die laufenden Nebenkosten) und andererseits die Nebenkosten, die mit dem Erwerb der Immobilie anfallen. Vor dem Kauf müssen letztere immer in die Finanzierung einberechnet werden. Darunter fallen z. B.:

  • Grunderwerbssteuer (abhängig je nach Bundesland)
  • Notar- und Grundbuchkosten (1,5-2%)
  • Evtl. Maklercourtage (3-7%)
Nichtabnahmeentschädigung2020-09-14T22:52:54+02:00

Nimmt ein Kunde nicht das gesamte Darlehen in Anspruch, fällt gegebenenfalls eine Nichtabnahmeentschädigung für das nicht abgerufene Darlehen von Seiten der Bank an, um einen Verlust ihrerseits zu vermeiden.

Nießbrauch2020-09-14T22:53:10+02:00

An Grundstücken kann ein Nießbrauch bestellt werden. Er ist höchstpersönlich und nicht vererblich oder veräußerlich. Durch ihn ist eine weitere Person berechtigt, einen Nutzen aus Grundstück oder Immobilie zu ziehen. Hierzu gehören beispielsweise Wohnrechte oder Ansprüche auf Mieteinnahmen.

Der Nießbrauch wird im Grundbuch in Abteilung 2 festgelegt und eingetragen. Beim Kauf einer Immobilie wird häufig dazu geraten, den Nießbrauch streichen zu lassen, um eine mit ihm einhergehenden Wertminderung zu vermeiden.

Nominalzins2020-09-14T22:53:26+02:00

Der Nominalzins beschreibt den Sollzinssatz des Darlehens. Mit diesem Zinssatz wird das Darlehen während der Zinsbindung verzinst.

Objektbeschreibung2020-09-14T22:53:47+02:00

Die Objektbeschreibung enthält alle relevanten Informationen über die Immobilie. Beim Kauf ist für die Bewilligung einer Finanzierung eine in der Objektbeschreibung enthaltene ausführliche Baubeschreibung grundlegend.

Prolongation2020-09-14T22:54:08+02:00

Als Prolongation wird eine Verlängerung eines bestehenden Darlehens bezeichnet, das nach Ablauf der Zinsbindung nicht umgeschuldet wird. Der Darlehensgeber ändert sich nicht, die Zinsen werden angepasst.

Rangrücktritt2020-09-14T22:54:27+02:00

Die Darlehensgeber treten im Grundbuch als Gläubiger auf und haben sich einen Rang gesichert. Die Bank im 1. Rang hat das geringste Risiko, da sie bei einer Zwangsversteigerung als erstes vom Erlös bedient wird. Für eine Änderung des Rangs wird eine notariell beglaubigte Erklärung benötigt. Ein Rangrücktritt kann sich auf Abteilung II des Grundbuchs beziehen.

Rangstelle2020-09-14T22:54:46+02:00

Die Rangstelle beschreibt die Stelle, die sich ein Gläubiger im Grundbuch gesichert hat.

Ratenkredit2020-09-14T22:55:01+02:00

Als Ratenkredit werden Darlehen von bis zu 50.000 EUR bezeichnet. Für einen Ratenkredit wird keine Grundschuld eingetragen. Ein Ratenkredit kann vom Darlehensnehmer frei verwendet werden.

Refinanzierung2020-09-14T22:56:31+02:00

Banken beschaffen sich ihre Mittel durch Refinanzierung. Das bedeutet, dass sie Finanzmittel aufnehmen (beispielsweise über Pfandbriefe, die an Anleger ausgegeben werden), um dadurch für einen bestimmten Zeitraum wiederum Kredite vergeben zu können.

Renovierung2020-09-14T23:01:26+02:00

Bei einer Renovierung wird die Immobilie so instandgesetzt, dass sie wieder ihren ursprünglichen Wert hat. Im Gegensatz zu einer Modernisierung findet keine Wertsteigerung statt.

Restschuld2020-09-14T23:01:43+02:00

Die Restschuld beschreibt den Restbetrag eines Darlehens (zum Beispiel am Ende der Zinsbindung), der noch nicht getilgt wurde.

Rückauflassungsvormerkung2020-09-14T23:02:02+02:00

Eine Rückauflassungsvormerkung sichert Ansprüche des Verkäufers darauf, dass das verkaufte Grundstück im Falle einer Nichteinhaltung festgelegter Bedingungen wieder an den alten Eigentümer zurückgeht. Der Verkäufer ist damit abgesichert, dass seine Bedingungen eingehalten werden.

Die Rückauflassungsvormerkung wird durch den Eintrag ins Grundbuch wirksam und schützt den Verkäufer unter Anderem vor einer ungewollten Weiterveräußerung. Der Verkauf darf dann nur mit Zustimmung des Veräußerers erfolgen. Sinnvoll ist der Eintrag, wenn ein Grundstück beispielsweise in Familienbesitz bleiben soll.

Schufa2020-09-14T23:02:35+02:00

Die SCHUFA -Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung-  mit Sitz in Wiesbaden ist ein Unternehmen, das Auskunft darüber gibt, ob Kunden kreditwürdig sind. Bei Bedarf werden Informationen von über 9000 Kreditanstalten abgefragt, um die Kreditwürdigkeit zu ermitteln. Somit werden Vertragspartner vor Verlusten geschützt.

Die SCHUFA ist dabei verpflichtet, die gesammelten Informationen offen zulegen. Daher kann einmal jährlich eine kostenlose SCHUFA-Auskunft angefordert werden, anhand welcher die eigene Kreditwürdigkeit beschrieben wird.

Sofortkredit2020-09-14T23:02:49+02:00

Ein Sofortkredit ist ein Kredit mit einer Darlehenssumme von maximal 50 000 Euro und kann bereits innerhalb weniger Tage ausgezahlt werden.

Sollzinsbindung2020-09-14T23:03:04+02:00

Die Sollzinsbindung beschreibt den Zeitraum, über den ein Annuitätendarlehen zu einem festgelegten Zinssatz zurückgezahlt wird. Der Zinssatz ist meist über den Zeitraum von 5 bis 30 Jahren festgesetzt.

Sollzinssatz2020-09-14T23:03:21+02:00

Der Sollzinssatz beschreibt den Zins, den ein Kreditgeber für seinen ausgezahlten Kredit verlangt. Ist dieser Zinssatz für die gesamte Laufzeit festgelegt spricht man von einem gebundenen Sollzinssatz oder auch Nominalzins.

Sondereigentum2020-09-14T23:03:42+02:00

Das Sondereigentum beschreibt das Eigentumsrecht an einer Eigentumswohnung und ist dem Volleigentum weitestgehend gleichgestellt. Unterschieden wird zwischen Wohnungseigentum und dem Teileigentum, welches sich auf Räume bezieht, die nicht Wohnzwecken dienen. Das Sondereigentum wird in der Teilungserklärung geregelt, die für die Wohneigentumsgemeinschaft maßgeblich ist.

Sondernutzungsrecht2020-09-14T23:03:57+02:00

Das Sondernutzungsrecht beschreibt die Befugnis, Teile des gemeinschaftlichen Eigentums zu nutzen. Oftmals werden Sondernutzungsrechte für Kfz-Stellplätze oder Gartenanteile vergeben. Ist ein solches Recht eingeräumt, darf die entsprechende Person die Fläche nutzen. Allerdings dürfen ohne eine ausdrückliche Genehmigung keine baulichen Veränderungen an der Fläche vorgenommen werden.

Sondertilgungsrecht2020-09-14T23:04:18+02:00

Durch eine Sondertilgung kann ein Kreditnehmer die Restschuld eines Darlehens senken. Dies geschieht, indem zusätzliche Zahlungen getätigt werden. Somit verringert sich sowohl die Laufzeit des Darlehens als auch die Zinslast. Zwar können zusätzliche Kosten im Rahmen eines Konditionsaufschlags für die Kreditnehmer entstehen, dennoch lohnen sich Sondertilgungen oftmals. Gerne beraten wir Sie individuell!

Teileigentum2020-09-14T23:04:37+02:00

Das Teileigentum beschreibt das Sondereigentum, das ein Eigentümer an Räumen eines Gebäudes hat. Diese Räume können dabei nicht zu Wohnzwecken, sondern nur zu gewerblichen Zwecken genutzt werden. Das Teileigentum unterscheidet sich formal nicht vom Wohnungseigentum, sondern lediglich in der Nutzung der Räume.

Teilungserklärung2020-09-14T23:04:54+02:00

Durch eine Teilungserklärung oder einen Teilungsvertrag wird das Teileigentum festgesetzt. Darin werden die Aufteilung des Gebäudes sowie Rechte und Pflichten geregelt. Alle Regelungen müssen notariell beurkundet werden, bevor einzelne Wohnungen verkauft werden können.

Tilgung2020-09-14T23:05:10+02:00

Die Rückzahlung des Darlehens wird als Tilgung beschrieben. Diese steht in engem Zusammenhang mit dem Zins, da bei Kreditverträgen sowohl das Darlehen als auch der Zins an den Gläubiger gezahlt werden muss.

Tilgungsaussetzung2020-09-14T23:05:34+02:00

Wird eine Tilgungsaussetzung vereinbart, so fallen für den Kreditnehmer für den festgelegten Zeitraum keine Tilgungszahlungen an, sondern nur die Zinsen.

Tilgungsfreie Zeit2020-09-14T23:07:11+02:00

Es kann mit der Bank vereinbart werden, dass die Tilgung erst zu einem späteren Zeitpunkt beginnt. Dies bietet sich bspw. bei Neubauten an, sodass die Tilgung erst mit Fertigstellung des Objekts beginnt.

Umschuldung2020-09-14T23:07:31+02:00

Bei einer Umschuldung werden meist alte Schulden beglichen, indem eine neue Schuld aufgenommen wird. Oftmals profitieren die Kreditnehmer bei der neuen Schuld von einem günstigeren Zinssatz oder lösen mehrere Kredite durch einen neuen, einzelnen Kreditvertrag ab.

Unbedenklichkeitsbescheinigung2020-09-14T23:07:48+02:00

In einer Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigt das Finanzamt, dass der Käufer einer Immobilie die Grunderwerbssteuer bezahlt hat. Die Bescheinigung wird benötigt, um einen Eigentümerwechsel im Grundbuch zu vollziehen.

Variabler Zins2020-09-14T23:08:45+02:00

Ein variabler Zins ist im Gegensatz zu einem festen Zins nicht festgelegt, sondern kann während der Laufzeit variieren. Dabei orientiert er sich am EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate). Alle drei Monate kann der Zinssatz daran angepasst werden. Daher werden Baudarlehen mit einem variablen Zins auch EURIBOR-Darlehen genannt.

Variables Darlehen2020-09-14T23:09:05+02:00

Bei einem variablen Darlehen kann der Zins alle drei Monate an den Kapitalmarkt angepasst werden. Dementsprechend kann das Darlehen zu diesen Zeitpunkten getilgt werden oder es können Sondertilgungen vorgenommen werden.

Verkehrswert2020-09-14T23:10:04+02:00

Der Verkehrswert bezeichnet den möglichen Preis einer Immobilie, die sie auf dem freien Markt einbringen könnte. Dabei werden persönliche Verhältnisse nicht berücksichtigt. Der Verkehrswert wird durch einen Gutachterausschuss der zuständigen Gemeinde oder durch einen privaten Gutachter festgestellt.

Vorfälligkeitsentschädigung2020-09-14T23:10:16+02:00

Wenn ein Kreditnehmer vorzeitig aus seinem Darlehensvertrag austreten will, wird eine Vorfälligkeitsentschädigung (VFE) von der Bank verlangt. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung wird von der Bank ermittelt und hängt vom aktuellen Zinsniveau im Verhältnis zum vereinbarten Darlehenszins ab.

Vorkaufsrecht2020-09-14T23:10:35+02:00

Ist eine Person zum Vorkauf berechtigt, muss sie beim Kauf einer Immobilie bevorzugt behandelt werden. Damit kann der Vorkäufer sich die Immobilie sichern, wenn sie sonst anderweitig verkauft werden soll. Dabei müssen die gleichen Bedingungen erfüllt werden, wie beim eigentlichen Verkauf. Das Vorkaufsrecht steht im Grundbuch in Abteilung 2.

Vorvertragliche Informationen2020-09-14T23:10:52+02:00

Der Kreditnehmer muss vor dem Vertragsabschluss ausführlich über die vorvertraglichen Informationen in Kenntnis gesetzt werden. Dabei soll geklärt werden, welche Unterlagen und Informationen der Darlehensgeber benötigt und welche Darlehensbedingungen gelten. Dies geschieht mithilfe eines europäisch standardisierten Merkblatts.

Wegerecht2020-09-14T23:11:10+02:00

Ein eingetragenes Wegerecht berechtigt die jeweilige Person Wege auf einem fremden Grundstück zu nutzen und ist meist im Grundbuch in Abteilung 2 eingetragen. Das Wegerecht geht daher zumeist mit einer Wertminderung der betroffenen Immobilie einher und kann sich damit auch auf die Baufinanzierung auswirken. Das Wegerecht kann geltend gemacht werden wie folgt:

  • über einen schuldrechtlichen Vertrag
  • Eintrag als Grunddienstbarkeit ins Grundbuch
  • als Baulast
Wertermittlung2020-09-14T23:11:28+02:00

Mithilfe der Wertermittlung wird festgestellt, wie viel eine Immobilie wert ist. Dieser Wert wirkt sich auf die Konditionen des Immobiliendarlehens aus.

Die Grundlage für die Wertermittlung bildet der Kaufpreis. Allerdings spielt auch der Verkehrswert eine wichtige Rolle. Daher sollte vor dem Verkaufsgespräch ein Verkehrswertgutachten erstellt werden.

Wohnfläche2020-09-14T23:11:44+02:00

Grundsätzlich beschreibt die Wohnfläche die anrechenbare Grundfläche von Räumen, die Teil der Immobilie sind. Sie kann auf Grundlage der gesetzlichen Verordnung der Berechnung der Wohnfläche (WoFIV) oder auch nach DIN 277 berechnet werden.

Wohnrecht2020-09-14T23:12:03+02:00

Das Wohnrecht beschreibt die Erlaubnis, eine Immobilie oder einen Teil dieser unter Ausschluss des Eigentümers zu bewohnen und ist im Grundbuch in Abteilung 2 eingetragen. Damit kann die berechtigte Person eine Wohnung und alle gemeinschaftlichen Einrichtungen nutzen, ohne Eigentümer des Gebäudes zu sein. Die notarielle Beurkundung kann in zwei Arten erfolgen:

  1. als beschränkte persönliche Dienstbarkeit: das Wohnrecht beschränkt sich auf die eingetragene Person
  2. Als dingliches Recht: das Wohnrecht gilt auch für Familienangehörige und Pflegepersonal der eingetragenen Person

Oftmals wird ein lebenslanges Wohnrecht ohne zeitliche Befristung eingetragen. Sinnvoll ist ein solcher Eintrag, wenn Eigentümer eine Immobilie auf Familienmitglieder übertragen, aber selbst noch im Haus wohnen wollen. Zudem kann ein lebenslanges Wohnrecht für den Lebenspartner im Todesfall des Eigentümers als Sicherheit dienen.

Wohnungsbauförderung2020-09-14T23:12:16+02:00

Die Wohnungsbauförderung ist ein staatliches Förderprogramm, das aus Steuermitteln finanziert wird und beim Erwerb, Neubau oder einer Modernisierung von Immobilien unterstützen soll. Die Förderung richtet sich besonders an Familien oder Alleinerziehende mit Kind oder Familien mit behindertem Familienmitglied. Sie kann aber auch für Kommunen oder Bauunternehmen infrage kommen. Die Förderungen werden oftmals in Form von zinsgünstigen Darlehen oder Zuschüssen erbracht. Form und Höhe der Förderung ist vom jeweiligen Bundesland abhängig.

Wohnungsbauprämie2020-09-14T23:12:32+02:00

Die Wohnungsbauprämie gehört zur Wohnungsbauförderung und unterstützt den Aufbau von Eigenkapital. Bei einer Sparleistung von mindestens 50 Euro im Jahr in einen Bausparvertrag, haben viele Personen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland Anspruch auf die Wohnungsbauprämie in Höhe von 10%. Folgende Bedingungen müssen dafür erfüllt sein:

  • Mindestalter von 16 Jahren (Ausnahme: Vollwaisen)
  • ständiger Wohnsitz in Deutschland
  • Keine Überschreitung der Einkommensgrenzen
  • die Förderung wird zu wohnwirtschaftlichen Zwecken genutzt

Die Prämie soll helfen, das Vermögen in einkommensschwächeren Haushalten zu fördern um damit beim Bau oder Erwerb von Immobilien zur Eigennutzung zu unterstützen.

Zins2020-09-14T23:12:49+02:00

Grundsätzlich beschreibt der Zins den Preis, den die Bank für die Überlassung von Kapital für einen begrenzten Zeitraum vom Kreditnehmer erhält.

Zinsänderungsrisiko2020-09-14T23:13:23+02:00

Das Zinsänderungsrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich der Marktzinssatz während der Laufzeit eines Darlehens verändern und damit vom Darlehenszins abweichen könnte. Grund hierfür kann beispielsweise die Marktentwicklung sein. Oftmals werden daher günstigere Einstiegskonditionen vereinbart.

Zinsbindung2020-09-14T23:13:03+02:00

Die Zinsbindung beschreibt die Zeitspanne, für die ein Zins festgelegt ist und demnach nicht schwanken kann. Die Länge der Zinsbindung kann von einem bis zu 30 Jahre betragen. Ist der Kredit nach Ablauf dieser Zeitspanne noch nicht vollständig abbezahlt, muss ein neuer Zinssatz für die weitere Laufzeit vereinbart werden. Gerne beraten wir Sie, welche Zinsbindung für Sie geeignet ist!

Zusatzsicherheit2020-09-14T23:13:43+02:00

Zusatzsicherheiten sind Sicherheiten, die verlangt werden, wenn beispielsweise die Bonität des Kreditnehmers nicht ausreicht oder die Beleihungsgrenzen überschritten werden. Es handelt sich also um eine zusätzliche Absicherung für den Kreditgeber. Unter Zusatzsicherheiten fallen beispielsweise Bürgschaften, die Verpfändung von Wertpapieren oder auch Bausparverträge.

Zwangsvollstreckung2020-09-14T23:13:56+02:00

Bei einer Zwangsvollstreckung handelt es sich um die Durchsetzung privatrechtlicher Ansprüche durch staatliche Zwangsmaßnahmen in das Vermögen des Schuldners. Wird ein Darlehen langfristig nicht bedient, kann die Bank die Immobilien, welche mit der Grundschuld belastet ist, vollstrecken.

Zwischenfinanzierung2020-09-14T23:14:13+02:00

Die Inanspruchnahme eines kurzfristigen Kredits nennt man Zwischenfinanzierung.

Eine Zwischenfinanzierung dient der Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs (z. B. während der Bauphase). Die Zwischenfinanzierung wird später durch Eigenkapital (z. B. aus Verkauf einer anderen Immobilie) oder Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel (z.B. öffentliche Mittel) abgelöst.

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